Ein Tag im Sommercamp
Ein Tag im Sommercamp beginnt früh und endet spät. Die Kinder werden kurz vor acht Uhr geweckt, aber viele sind um diese Uhrzeit schon wach und können es kaum abwarten endlich die Morgenruhe zu durchbrechen und den Tag anzufangen. Die Kinder sind so gar keine Morgenmuffel und machen sich bereits vor dem gemeinsamen Frühstück daran, den ihnen für diesen Tag zugeteilten Aufgabenbereich (z.B. Grundstück nach Müll absuchen, Flur kehren, Mülleimer ausleeren etc.) sorgfältig zu erledigen. Wissen sie doch, dass Mitarbeiter im Laufe des Vormittags kontrollieren und „Noten“ vergeben.
Alle Mahlzeiten werden – wenn es das Wetter zulässt – auf der Terrasse eingenommen. Nach dem Frühstück ist etwas freie Zeit, bevor sich dann zunächst alle gemeinsam treffen, Lieder singen, beten und sich anschließend in Kleingruppen mit je einem/r Betreuer/in zum Lesen in der Bibel und Reden über das Gelesene aufteilen.
Der Rest des Vormittags wird von den Kindern und Jugendlichen genutzt mit ihren (häufig neu gefundenen) Freunden zu spielen, zu albern oder sich zu unterhalten. Besonders beliebt sind Sportarten wie Fußball, Tischtennis oder Volleyball.
Zum Mittagessen treffen sich alle wieder auf der Terrasse. Im Anschluss daran ist eine gewisse Zeit der Mittagsruhe vorgesehen, in der ein gewisser Lärmpegel nicht überschritten werden darf. Auch in dieser Zeit haben die Campteilnehmer die Möglichkeit ihren individuellen Bedürfnissen nachzugehen.
Das Ende der Mittagspause wird von den Kindern herbeigesehnt, denn dann folgt das Nachmittagsprogramm, das allen immer viel Freude bereitet und sehr abwechslungsreich gestaltet wird. Die Palette der Spiele erstreckt sich von Geschicklichkeits- und Wissensspiele, über Sportaktivitäten bis hin zu Geländespielen und Gruppenwettkämpfen.
Darüber hinaus wird gemeinsam gebastelt und gemalt oder kleine pantomimische Theaterstücke eingeübt, die neben den sozialen Komponenten, die Kreativität und Phantasie der Kinder und Jugendlichen fördern. Wenige dieser Kinder haben in ihrem sonstigen Leben die Möglichkeit, ausgelassen und unbeschwert zu spielen. Viele von ihnen genießen die intensive Betreuung, die Aufmerksamkeit und Liebe, die ihnen entgegengebracht werden, da sie dies im Alltag oft schmerzlich vermissen.
Wenn es nachmittags einmal keine organisierten Spiele gibt oder die Temperaturen jegliche Bewegung unmöglich machen (was im Sommer durchaus häufig der Fall ist), dann steht den Kindern und Jugendlichen der Swimmingpool mit Rutsche, der sich auf dem Gelände befindet, zur Verfügung. Es versteht sich von selbst, dass der hauseigene Swimmingpool das Highlight der Woche darstellt und dementsprechend ausgiebig und erschöpfend genutzt wird.
Das Ende eines Tages im Sommercamp wird mit dem Abendessen eingeläutet, das wieder alle gemeinsam einnehmen. Nach dem Abendessen steht zunächst wieder etwas freie Zeit zur Verfügung. Abschließend treffen sich sowohl Teilnehmer wie auch Betreuer, singen gemeinsam, spielen eingeübte Theaterstücke vor, berichten über den Tag, machen ein Lagerfeuer mit Stockbrot oder veranstalten einen so genannten bunten Abend. Gegen zehn Uhr abends (meistens wird es jedoch etwas später) heißt es dann Nachtruhe.