Rundbrief Dezember 2009
Gott ist unsre Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, darum fürchten wir uns nicht.
aus Psalm 46
Liebe Freunde und Unterstützer !
Voller Dankbarkeit blicken wir auf das vergangene Jahr zurück. Personelle und räumliche
Veränderungen , sowie die weitgehend hier unbekannte, aber dramatische Wirtschaftskrise
in fast allen osteuropäischen Staaten prägten das Geschehen. Schulen und Kindergärten
wurden aktuell eine Woche früher als geplant geschlossen und die Lehrer und Erzieher in
unbezahlten Urlaub geschickt. Alle Gelder, die der Staat noch für den Rest des Jahres
braucht, müssen aus einem internationalen Fond ( FMI ) ausgeliehen werden.
Unser Vorhaben, ein neues Benita – Zentrum zu errichten, wurde durch den Konkurs des
Hauptsponsors zunächst einmal weit zurückgestellt. Ein Architekt aus Lidia Mursas
Gemeinde beschäftigt sich jetzt mit einem Erweiterungsbau des alten Kindergartens, um
den EU Richtlinien gerecht zu werden. Das Gebäude steht allerdings unter Denkmalschutz
und erschwert somit die Planungen. Die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren haben
aber gezeigt, dass eintretende Veränderungen dieser Art in unseren Planungen immer
einen tieferen Sinn hatten. So sind wir voller Hoffnung auf einen guten Ausgang.
Kindergarten
Staatliche Aufsicht und Vorgaben haben zu einigen Veränderungen geführt. In 2 Gruppen
haben wir jetzt zusammen 44 Kinder. Das ist natürlich für die Erzieherinnen eine enorme
Belastung. Einige Kinder mussten vorzeitig den Kindergarten verlassen, da ihr
unregelmäßiges Erscheinen mit den angestrebten Lernzielen nicht mehr vereinbar war.
Simona Rauca hat ihr zweites Kind bekommen. Damit sind beide verantwortlichen
Erzieherinnen im Erziehungsurlaub. Lidia hat aber guten Ersatz gefunden.
Hortensia, die aus dem Casa Benita als Erste den Weg in die Selbständigkeit geschafft
hatte und seit dem in unserem Kindergarten mitarbeitet, hat gekündigt und holt jetzt ihr
Abitur nach.
Depot
Der Mietvertrag für das alte Gebäude ist gekündigt worden. Durch bauliche
Veränderungen in der Innenstadt von Bistrita lag es jetzt in einer Fußgängerzone und war
nicht mehr mit dem Auto – und schon gar nicht mit dem LKW – zu erreichen. Ein neues
Haus konnte gefunden werden, mit wesentlich besseren Voraussetzungen. Hier ist jetzt
auch ein Beratungszentrum entstanden. Parasceva, die seit Jahren treu alle Kleider
sortiert, muss jetzt nicht mehr in kalten Räumlichkeiten arbeiten, sondern hat nun
ordentliche Arbeitsbedingungen. Ihr Sohn Daniel ist seit längerer Zeit schwer erkrankt und
muss dreimal pro Woche an die Dialyse. Sie brauchen unsere Fürbitte.
Casa Benita I + II
Stella, die Betreuerin der Varga Geschwister, hat Benita verlassen. Sie arbeitet jetzt in einer
Kinderkrippe in Bistrita. Adi und Sanda haben zunächst ihre Arbeit übernommen. Darum
sind auch bis jetzt noch nicht alle frei gewordenen Plätze im Haus II belegt worden. Mit
beiden Häusern wären sie überfordert, da Adi auch noch das Sommerferienlager betreut
und ihr behinderter Sohn Alex viel Kraft von ihnen fordert. Bei der Bevorratung mit Holz
für den Winter hat sich Adi mit der Axt schwer verletzt. Trotzdem ist er noch bewahrt
geblieben, denn der Schienbeinknochen blieb unversehrt. Er befindet sich wieder auf dem
Weg der Besserung.
Auf dem Gelände steht jetzt ein Großspielgerät. Gespendet wurde es vom Evangelischen
Kindergarten in Aßlar. Der TÜH hatte es wegen angeblicher Mängel aus dem Verkehr
gezogen. Hier wird es jetzt sowohl von den Bewohnern der beiden Häuser, als auch von
den Feriencampteilnehmern genutzt.
Transporte
Zwei Hilfstransporte haben dieses Jahr ihr Ziel in Bistrita erreicht. Kinderkleidung,
Bettzeug, Spielsachen, Bastel- und Schreibmaterial, Lebensmittelpakete, Babynahrung,
Geschenkkartons zu Weihnachten, Fahrräder, Rollstühle, Rolllatoren, Gehhilfen,
medizinisches Gebrauchsmaterial und viele wertvolle Sachen mehr, haben geholfen, den
Bedarf zu decken, wo Benita versucht die Not zu lindern.
Camp
In guter Tradition haben auch dieses Jahr über 200 Kinder in den Sommermonaten einige
unbeschwerte Tage im Ferienlager genossen. Spielen in der freien Natur, Lieder singen,
Geschichten aus der Bibel hören und sich satt zu essen ist für viele nicht
selbstverständlich. Umso mehr wollen wir diese Möglichkeit nutzen, ihnen die Liebe
Gottes ganz praktisch zu vermitteln und ihnen Erfahrungen und Erlebnisse mitzugeben,
von dem sie in ihrem Leben profitieren können.
Für alle Hilfe im vergangenen Jahr danken wir, auch im Namen aller Mitarbeiter in
Rumänien, und wünschen ein besinnliches Weihnachtsfest und Gottes Segen für das neue
Jahr.